Dr. Dominique Görlitz: Gefolgschaft des Horus. Ursprung der Sumerer und transatlantische Kontakte 2700 v. Chr.

Steinarchitektur auf den Kanaren

➡️ Eigentlich hat der aufgezeichnete Vortrag von Dr. Dominique Görlitz, der auf einer EIKE-Tagung präsentiert wurde und den Titel „Klimawandel im Spiegel antiker Kulturen & unser Ursprung“ trägt, nach meinem Eindruck vor allem einen Zweck: Er soll die aktuellen Forschungsergebnisse des Wissenschaftlers und seines internationalen Teams einer breiteren Öffentlichkeit vorstellen – einer Öffentlichkeit, die sich im etablierten akademischen Betrieb nach wie vor gegen diesen Außenseiter stemmt.

Damit ist das Wesentliche gesagt. Es folgt die archivierte YouTube-Aufzeichnung.

In dem Video „Klimawandel im Spiegel antiker Kulturen & unser Ursprung“ stellt der Experimentalarchäologe und Biogeograf Dr. Dominique Görlitz seine Thesen und wissenschaftlichen Forschungsergebnisse zur Existenz einer wohl noch namenlosen, hochseetauglichen Ur-Kultur vor.


Hier ist eine strukturierte Zusammenfassung des Inhalts, die seine Argumentation und Methodik übersichtlich wiedergibt:

1. Das Rätsel der globalen Sintflut-Legenden & der Ursprung der Zivilisation

Weltweite Erzählungen

[01:32] Görlitz verweist darauf, dass nahezu alle antiken Völker (Mesopotamien, Ägypten, Industal, Amerika) von kataklysmischen Flutereignissen berichten [01:40].

Kulturexport durch Überlebende

In diesen Mythen brachten Überlebende oder neu eingetroffene Seefahrer („Gefolgschaft des Horus“ / Shemsu-Hor) [26:59] Kultur, Schrift, Astronomie und Baukunst zu weniger entwickelten Völkern [02:18].

Klimatische Auslöser

Nach dem Ende der Würmeiszeit führten Erwärmungsphasen und Starkregenereignisse im Subluviol II zu extremen Veränderungen der Umwelt, Meeresspiegelanstiegen und Überschwemmungen [06:18].

2. Datierung der Pyramiden & Monumente in Ägypten

Kritik an Denken und Extremdatierungen

[03:00] Görlitz grenzt sich von Prä-Astronautik (z. B. Erich von Däniken) oder Theorien über ein Alter von zehntausenden Jahren ab [03:41].

Wassererosion am Sphinx

In Zusammenarbeit mit Prof. Robert Schoch und Dr. David Rohl argumentiert er, dass der Sphinx und die umgebenden Taltempel durch Starkregen erodiert wurden [05:14].

Einordnung ins 4. Jahrtausend v. Chr.

Görlitz datiert das Bauwerk auf die Mitte des 4. Jahrtausends v. Chr. (Prädynastische bzw. Naqada-Kultur) [07:34], da zu dieser Zeit die Sahara/Nordafrika noch eine grüne Savanne mit großen Fluss- und Seesystemen war [08:01].

3. Wanderung der Sumerer und Kulturexport gen Westen

Das sumerische Rätsel

[15:23] Die Sumerer tauchten um 4000 v. Chr. mit voll entwickelter Technologie (Schrift, Architektur, Seefahrt) auf [15:48].

Seeweg über den Persischen Golf

Als der Persische Golf voll Wasser lief, seien Teile dieser Kultur per Schiffsflotte um die Arabische Halbinsel gereist [18:51], um sich u. a. als Naqada-Kultur in Ägypten [19:36] und später als Protophönizier im Mittelmeerraum anzusiedeln [16:41].

Das Zikkurat als Identitätssymbol

Stufenpyramiden dienten als architektonischer „Fingerabdruck“ dieser Migrationswelle [20:27].

4. Naturwissenschaftlicher Nachweis

OSL-Datierung auf den Kanaren [22:48]

Bisherige Lehrmeinung: Die Stufenbauten auf den Kanarischen Inseln wurden oft als moderne Steinlesehaufen (Machanos) abgetan [23:08].

Wissenschaftlicher Durchbruch mit OSL: Mithilfe der optisch stimulierten Lumineszenz (OSL) [24:25] datierten beteiligte Nuklearphysiker Gesteinsschichten der Kanaren-Pyramiden [25:03].

Ergebnis: Die Messdaten zeigen ein Entstehungsalter zwischen 2300 und 2700 v. Chr. [26:11] – zeitgleich mit den Zikkuraten im Nahen Osten und Bauwerken auf Sardinien und Sizilien [26:21].

5. Transatlantische Kontakte bis nach Amerika

[27:05] Vor-kolumbianische Schifffahrt: Mit Schilf- und Rahseglern sei die Atlantiküberquerung bereits in der Stein- und Bronzezeit möglich gewesen [36:50].

Hinweise in Amerika

Alexander von Humboldt beschrieb bereits im 19. Jahrhundert auffällige kulturelle und anthropologische Parallelen zwischen Kanaren-Bewohnern und indigenen Völkern auf Kuba [29:40].

Indigene Überlieferungen in Mittelamerika erzählen von weißhäutigen Ankömmlingen auf Schilfbooten nach einer Katastrophe [30:58].

Symbolik & Artefakte

Görlitz verweist auf neu entdeckte Petroglyphen auf Teneriffa [32:57], die Darstellungen der Weißen Krone Oberägyptens sowie das Sternbild Skorpion zeigen [33:36].

6. Schlussfolgerung & Einordnung des Klimawandels [38:34]

Holistisches Klimaverständnis

Der Referent argumentiert, dass natürliche Faktoren (solare Aktivität, Ozeanzirkulation, Vulkanismus) die Haupttreiber historischer Klimaschwankungen waren [40:18].

Bedeutung für die Forschung

Das Studium antiker Kataklysmen und Flutereignisse dient laut Görlitz dem besseren Verständnis der Erdgeschichte und der menschlichen Anpassungsfähigkeit [41:44].

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