Das hier vorgestellte Video basiert auf dem Dokumentarfilm Inhabitants und zeigt fünf indigene Gemeinschaften in den USA, die traditionelle Landnutzungspraktiken wiederbeleben.
Diese Praktiken wurden durch Kolonialisierung, Feuerunterdrückung, Viehwirtschaft und Enteignung unterbrochen – gelten heute aber als besonders klimaresilient.
Hier ist ein YouTube-Video eingebunden. Beim Laden werden Daten an YouTube übertragen.
Hopi (Arizona)
Sie betreiben seit über 2000 Jahren Trockenfeldbau ohne Bewässerung. Mais, Bohnen und andere Sorten werden sehr tief (oft 30–60 cm und mehr) gepflanzt, damit die Wurzeln die Feuchtigkeit im Boden erreichen.
Die Sorten sind an extreme Dürre angepasst (teilweise nur 150–250 mm Jahresniederschlag). Vielfalt der Sorten und jährliches Nachzüchten gelten als Anpassung an den Klimawandel.
Mais ist kulturell und spirituell zentral („unsere Kinder“, „unser Blut“).
Blackfeet (Montana)
Im Mittelpunkt steht die Wiederansiedlung von Bisons. Historisch waren die Tiere Nahrungs-, Kleidungs- und Wirtschaftsgrundlage sowie spirituell wichtig.
Nach der fast vollständigen Ausrottung durch Siedler bringt die Rückkehr der Herden kulturelle Heilung, stärkt Identität und Gemeinschaft und verbessert die Ökologie der Prärie.
Menominee (Wisconsin)
Sie betreiben seit dem 19. Jahrhundert nachhaltige Forstwirtschaft: selektive Holzernte bei gleichzeitigem Schutz des Waldes.
Der Wald bleibt artenreich (rund 33 Baumarten) und ökologisch funktionsfähig. Das Prinzip lautet „das Land zuerst“ – wirtschaftlicher Nutzen entsteht aus langfristiger Pflege statt Kahlschlag.
Native Hawaiians (Hawaii)
Sie stellen traditionelle Nahrungs- oder Agroforstsysteme wieder her: mehrschichtige Pflanzungen (Bäume, Sträucher, Nutzpflanzen), die einander stützen, Wasser halten, Dürren überstehen und auch nach Naturkatastrophen Nahrungssicherheit bieten.
Ziel ist Ernährungssouveränität statt Abhängigkeit von importierten Lebensmitteln.
Karuk (Kalifornien, Klamath-Region)
Zentrale Praxis ist das kontrollierte, niedrigintensive Feuer („cultural burning“). Es fördert Eichen und Eicheln (Grundnahrungsmittel), Korbmaterialien und andere Nutzpflanzen, schafft ein Mosaik aus Wald und Grasland, unterdrückt Schädlinge und reduziert das Risiko großer Waldbrände.
Gleichzeitig kühlt es Bäche (wichtig für Lachse) und ist Teil von Welt-Erneuerungszeremonien. Feuer gilt nicht als Feind, sondern als Partner.
Gemeinsames Prinzip aller Gruppen
Das Land wird nicht als unberührte Wildnis oder reine Ressource betrachtet, sondern als über Jahrtausende gemeinsam mit Menschen gestaltetes, lebendiges System.
Traditionelles Wissen (tiefe Pflanzung, Feuer, Mischkulturen, Bisonweide, selektive Forstwirtschaft) gilt als Antwort auf Dürre, Waldbrände und Klimawandel – und als Weg, kulturelle Unabhängigkeit und Gemeinschaft zurückzugewinnen.
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Quelle:
https://www.youtube.com/watch?v=1zHckov1l34
"Indigene Völker stellen wieder her, was die Moderne zerstört hat"; Kanal: Show Me the World; 31.03.2025

