➡️ Echter Basmatireis weist im Vergleich zu Klebrig- oder Rundkornreissorten einen niedrigeren bis mittleren Glykämischen Index (GI) von etwa 50 bis 58 auf (Klebriger Jasmin- oder Milchreis liegt oft bei über 70 bis 85).
Ein niedrigerer GI bedeutet, dass die Kohlenhydrate langsamer ins Blut übergehen und die Bauchspeicheldrüse entsprechend weniger Insulin auf einmal ausschütten muss. (siehe [4a]!)
Der physiologische Grund: Amylose vs. Amylopektin
Hoher Amylosegehalt in Basmati
Hoher Amylopektingehalt in Rundkorn-/Klebrigreis
Einflussfaktoren in der Zubereitung
Resistente Stärke durch Abkühlen
Zusätzliche Dämpfung durch Fett beim Anbraten
Vollkorn-Basmati
Kombination mit Fett, Säure und Protein
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| Basmati-Reis gewaschen, eingeweicht, gekocht, abgekühlt... fertig für Bratreis |
Fazit. Weißer Basmatireis mit Vorkochen und als Bratreis zubereitet.
Ein exakter Einzelwert lässt sich in diesem Falle wissenschaftlich nicht pauschal beziffern, da der Glykämische Index (GI) immer als Gesamteffekt der Mahlzeit gemessen wird. Basierend auf Studien zur Bildung resistenter Stärke sowie den Effekten von Fett auf die Magenentleerung lässt sich die Absenkung jedoch recht gut einschätzen:
Einordnung der GI-Werte
Frisch gekochter weißer Basmatireis:
Startwert liegt üblicherweise im niedrigen bis mittleren Bereich bei ca. 50 bis 58.
Nach dem Abkühlen & Wiedererhitzen (retrogradierte Stärke):
Studien zur Stärkeretrogradation zeigen, dass die Blutzucker- / Glykämie-Antwort bei abgekühltem und wiedererwärmtem Reis um etwa 15 % bis 20 % sinkt.
Geschätzter äquivalenter GI des Reises: ca. 42 bis 48.
Nach dem Anbraten in Fett (Bratreis):
Das Anbraten in Fett (z. B. Rapsöl, Kokosfett oder Schmalz) senkt nicht den rechnerischen GI des Reises selbst, verändert aber die Verweildauer im Magen drastisch. Fett verzögert die Magenentleerung und bremst die Enzymaktivität im Dünndarm spürbar.
Geschätzter efffektiver GI der Gesamtmeldung: ca. 35 bis 42.
Was bedeutet das für den Blutzuckerverlauf?
Durch die Kombination beider Effekte verschiebt sich die Kohlenhydrataufnahme von einer steilen Spitze (Glukose-Spike) hin zu einer sehr flachen, langgezogenen Kurve:
Ein Teil der Kohlenhydrate fällt komplett weg: Die gebildete resistente Stärke (RS3) wird im Dünndarm gar nicht mehr zu Glukose abgebaut, sondern dient im Dickdarm als Ballaststoff.
Der verbleibende Teil wird zeitversetzt aufgenommen: Das Fett ummantelt die Speise und bremst die physikalische Passage im Magen, wodurch die Glukose nur tröpfchenweise ins Blut gelangt.
Hinweis zur Praxis: Obwohl das Fett den Blutzucker- und Insulinanstieg dämpft, erhöht es natürlich die Kaloriendichte der Mahlzeit. Für eine optimale Dämpfung der Blutzuckerantwort bei moderater Kalorienmenge reichen oft schon 1–2 Teelöffel Fett beim Anbraten völlig aus.
Quellen
[1] Ein Händler von Basmatireis mit interessanten Informationen und Rezeptenhttps://mahmoodrice.com/de/glykaemischer-index-von-basmati-reis/
[2] https://www.tilda.com/de-de/blog/ernahrung-und-gesundheit/basmatireis-und-diabetes-von-dr-sarah-schenker/
[3] https://www.gesundheit.de/ernaehrung/naehrstoffe/galerie-glykaemischer-index-id213336/#bild1
[4] Reissorten mischen, Tabelle mit Reissorten und ihrem glykemischen Index
https://www.lebens-retter.org/diabetes/welcher-reis-bei-diabetes-typ-2
[4a] Wildreis und Parboiled Reis liegen hier im GI (<55), also im niedrigen Bereich!
[5] Eine Video-Dokumentation
https://www.youtube.com/watch?v=3TXp2nYnVdg
https://www.rii-jii.de/
Anbaugebiet: Er wird im nordindischen Hochland von Uttarakhand (am Fuße des Himalaya) von der Bio-Kooperative Ramnagar angebaut.
Ursorte: Im Gegensatz zu vielen Turbo-Hybridsorten wird die Sorte Taraori nur einmal im Jahr geerntet und wächst langsam, wodurch sie besonders geschmacksintensiv ist.
Zertifizierung: Der Reis ist 100 % Bio-, [Naturland]-zertifiziert und trägt das Fairtrade-Siegel. Zudem wird der Roh-Basmati vor dem Schleifen auf Pestizid- und Schwermetallrückstände geprüft.

